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Apps im Test: Adobe Reader

Passende Anwendungen für dein Android

Wir haben den Reader von Adobe, dem Entwickler des pdf-Formates, genauer betrachtet, getestet und zu einem ziemlich eindeutigen Entschluss gekommen. Hier mehr!
Das Leben wird mit jedem Jahr immer vernetzter und mobiler. So kümmert es einen kaum noch, dass ein Geschäftsmann seine eMails beim Mittagessen im Restaurant checkt oder ein Schüler noch schnell Recherche im Internet betreibt, bevor er aus dem Bus aussteigen muss. Jeder will jederzeit Zugriff auf seine Nachrichten, das Internet und die wichtigsten Dokumente haben! Doch inzwischen sind Notebooks und deren kleineren verwandte, die Netbooks, viel zu sperrig und brauchen dazu noch zu viel Strom. Die Lösung für viele: Ein Smartphone, vorzugsweise mit Google‘s Android oder Apple‘s iOS.
Doch nicht alle Geräte werden bereits mit der benötigten Software ausgeliefert, sondern man muss sich die sogenannten Applications (kurz Apps) selbst aus dem Netz herunterladen. Wir haben nun eine dieser Apps ausgiebig getestet und wollen ein Urteil fällen.
 
Der Adobe Reader ist bereits seit 1993 verfügbar und hat sich seit dem immer weiter entwickelt. Inzwischen ist das Programm für neun verschiedene Betriebssysteme, darunter auch Android, verfügbar. Dabei ist der einzige Sinn dieser Software Dateien des Portable Document Format zu öffnen, das inzwischen wegen seiner weiten Verbreitung und plattformunabhängigen Formatierung sehr beliebt ist. Man kann nicht nur einfache Dokumente abspeichern, sondern auch Bilder hinzufügen oder interaktive Formulare erstellen, die direkt am Computer ausgefüllt und ausgedruckt werden können.
 
Auch die Androidversion beherrscht problemlos das Öffnen dieser Dokumente. Das Startmenü bietet einem den Überblick über alle auf dem Telefon gespeicherten pdf’s, sowie den zuletzt geöffneten Dateien. Das Verzeichnis wird jeweils beim Start der App automatisch aktualisiert, eine Verzeichnishierarchie und umständliches suchen entfällt also, allerdings können die Dateien nicht sortiert werden. Viele Dokumente heißen also, unter Umständen, großes Chaos. Angezeigt werden jeweils der Name, Erstelldatum und Größe des Files.
 
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Mit einem einfachen Fingertipp öffnet sich bereits die Datei und zeigt Text, Bilder, Tabellen und sonstigen Inhalt des pdfs anstandslos an. Hierfür haben wir extra eine eigene Testdatei erstellt, die verschiedene Formatierungen, sowie zwei hochauflösende Fotos enthält. Beide werden ohne Qualitätseinbußen dargestellt, man sollte aber nicht allzu viel erwarten, da Smartphones mit einem vergleichsweise kleinen Bildschirm (und weniger Pixeln) ausgestattet sind. Auch alle anderen Textformatierungen werden angezeigt, wie man es vom großen Bruder für den Desktop-PC gewohnt ist.
Positiv anzumerken ist der Anzeigemodus. Hier kann zwischen drei verschiedenen Modi gewählt werden, die jeweils zum besseren Lesefluss oder für einen guten Überblick sorgen können. Die Option An den Bildschirm anpassen verkleinert das Dokument, so dass eine komplette Seite zu sehen ist. Dass man hier auf einer DinA4-Seite die Schrift nicht mehr erkennen kann, sollte klar sein, bei umfangreichen Dateien erleichtert es aber die Navigation. Beim Stufenlosen Bildlauf kann man wie gewohnt von einer Seite zur nächsten nach unten scrollen, die Datei wird dabei automatisch auf die Breite des Bildschirms gezoomt. Die dritte und letzte Möglichkeit seinen Text zu betrachten bietet das Text umfließen. Es soll Smartphonebesitzern das ständige scrollen und zoomen abnehmen, indem der Text einfach gebrochen wird. Leider ist diese Funktion noch nicht ganz ausgereicht und so manches pdf erscheint dadurch eher etwas verunstaltet, als an die Bedürfnisse des Lesers angepasst zu werden.
 
Trotzdem ist es möglich per multitouch und den üblichen Gesten in sein Dokument hinein- und herauszuzoomen. Doch bei diesen scheinbar einfachen Aktionen stößt das Programm schon an seine Grenzen und lastet das Smartphone völlig aus. Nach kurzer Recherche haben wir erfahren, dass wir leider nicht die einzigen waren, bei denen das Zoomen unter Umständen etwas länger dauerte und zu ein paar Schrecksekunden geführt hat.
Aber es gibt noch weitere Funktionen zu entdecken: Neben normalen pdf können auch kennwortgeschützte Dateien problemlos geöffnet werden. Kein Problem für das App, wenn es dann doch um das Ausfüllen von interaktiven Formularen geht (die am PC danach direkt ausgedruckt oder zurückgesandt werden), versagt die Software. Felder können nicht ausgewählt werden und somit wird die Datei als ganz normales Dokument betrachtet.
 
Insgesamt hat die App dennoch gut abgeschnitten und ist im Bereich der pdf-Reader nicht wegzudenken. Für den normalen User, der sich unterwegs bequem seine Dateien anschauen oder lesen möchte und viele optionale Optionen verzichten kann, ist diese Applikation sicherlich die richtige. Einfach das Dokument auswählen ansehen, herumzoomen und durchsuchen.
Benötigt man mehr Funktionen oder möchte gar selbst pdf-Dateien mit seinen Smartphone erstellen, sollte man sich im Market nach Alternativen umsehen. Eine kostenpflichtige Version von Adobe Acrobat gibt es für Android bisher noch nicht.
 
Kurz und Knapp
Positiv
+ Automatische Auflistung aller pdf-Dateien
+ Voreingestellte Anzeigemodi
+ Öffnen von kennwortgeschützten Dateien
+ Suchfunktion
 
Negativ
- Bei zu viele Dateien, unsortierte Auflistung
- Textumbruch nicht ausgereift
- Teilweise langsamer Zoom
- Keine Unterstützung von Formularen
 
Informationen zur App
Name: Adobe® Reader®
Entwickler: Adobe Systems
Version: 10.0.2, Build 40862
 
Informationen zum Test
Gerät: Sony Ericsson Xperia™ arc
Betriebssystem: Android 2.3.3
Testfile: Selbsterstelltes .pdf-File
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ich habe mir das programm heute runtergeladen beim google play market und ich war schockiert! immerhin ist adobe ein bekanntes, renommiertes unternehmen, wie kann es sein das sie bei dieser implementierung für android derartig versagt haben?
keine zeilenumbrüche als standard, man muss lange suchen, dann findet man eine unter einer recht unintuitiven bezeichnung gefundene funktion. dort gibt es dann automatische zeilenumbrüche, aber dafür kein scrollen mehr! lol, was für ein inkompetenter verein Xp

whopper am Do, 02.08.2012 um 21:08 Uhr

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